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Aus der Nähe sind es dann die Details, die zum Bleiben und Staunen nötigen. Weisse Strände, türkises Wasser. Der Golfstrom sorgt für ein der hohen nördlichen Breite nicht angemessenes, mildes Klima. Blumenwiesen, Strandseen, nur durch ein paar Felsen vom Meer getrennt. Wenig scheue Fischotter, aber auch Pottwale, Seeadler, Papageientaucher. Die rot gestrichenen, an und über das Wasser gebauten Fischerhütten. Trockengestelle für Dörrfisch.
Das allgegenwärtige überquellende Grün, dieser Luxus der Natur, ist an den kurzen Sommer mit seinen nicht endenden Tagen und dem unvergleichlichen nächtlichen Sonnenschein gebunden, aber auch zu anderer Zeit bleibt die besondere Schönheit der Inseln. Milde Tagestemperaturen empfangen uns schon im März, mit raschen Wechseln von Nebel und Sonne über verschneiten Stränden. Der Mai ermöglicht es schon, gut zu Fuß unterwegs zu sein an den moosbedeckten Ufern auftauender Seen und über die schwindende Schneedecke der Bergrücken. Nächte unter freiem Himmel, im Schlafsack, Sterne und Mond zwischen Wolken, Mitten in der Nacht ein paar einsame Regentropfen – oder ist es ein Traum?
Was ich erwartete hatte, weiß ich nicht mehr genau, damals, bei meinem ersten Besuch. Ich habe das Glück, inzwischen viele besondere und schöne Orte und Landschaften gesehen zu haben, und bin dankbar dafür. Auf den Lofoten aber ist ein Teil von mir zu Hause. Dorthin muss ich gelegentlich wieder zurück.
» Buchvorstellung: Lichtinseln
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